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Über uns 2018-01-09T10:03:42+00:00

Unser Vorstand

Jörg Kunze

  • 1. Vorsitzender
  • Seit 2012
  • Schiedsrichter
  • Jugendtrainer

Patrick Lassen

  • 2. Vorsitzender
  • Seit 2017
  • Elektriker
  • Spieler

Reiner Zimmer

  • Kassenwart
  • Seit 2012
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Sponsoring

Stefan Hansen

  • Jugendobmann
  • Seit 2017
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Fan

VEREINSGESCHICHTE

SV Rantzau Nordoe/ SV Wellenkamp

Geschehnisse, die weit vor dem Jahre 1950 lagen hatten Ihren Einfluß auf die Gründung des SV Rantzau Nordoe. Die Zeit um 1933 muß hier erwähnt werden. Damals gab es den Kremperweger Turn- und Sportverein, der mit seinen Leistungen weit über die Grenzen der Stadt Itzehoe bekannt war. Dieser Verein wurde in der Zeit um 1933 durch den Nationalsozialismus verboten. Die Gesinnung der Kremperweger entsprach nicht den Vorstellungen des Regimes. Nach der Währungsreform 1948 begann eine neue Zeit in der Geschichte Deutschlands. Das Grundgesetz wurde geschaffen und auch das Vereinsleben bekam neue Impulse. Der Kremperweger Turn-u.Sportverein erwachte wieder. Die Kommunen förderten die Neugründung mit finanziellen Mitteln. Sportgeräte sollten davon angeschafft werden. Doch die Neugründung verlief im Sande und das Geld war auch weg. Es war Waldemar Vogeley, der jetzt neue Männer suchte, um einen neuen Verein im Süden von Itzehoe zu gründen.

Eine erste Versammlung fand im Wohnzimmer des Sportfreundes Albert Zimmer statt. Ein neuer Verein wurde aus der Taufe gehoben. Fußball wollte man spielen. Doch wo konnte man dem runden Leder nachlaufen? Ein Sportplatz mußte gebaut werden, aber wo? Glücklicherweise stellte Graf Otto zu Rantzau dem Verein ein Gelände zur Verfügung. Ganz in der Nähe der heutigen Platzanlage des BSC Nordoe wurde das erste Spielfeld des neugegründeten Fußballvereins hergestellt. Nur folgerichtig wurde der Vereinsname dann auch von den Verantwortlichen gewählt. Der Vereinsname „SV Rantzau Nordoe von 1950“ war gefunden. Die damaligen Gründungsmitglieder waren:
– Dr. Dienst
– Paul Plackmeyer
– Hans Makoschey
– Jonny Ollenstedt
– Waldemar Vogeley
– Albert  Zimmer

Die fünfziger Jahre

Weil in damaliger Zeit noch eine große Arbeitslosigkeit herrschte war der Andrang bei den Arbeitsdiensten immer sehr groß. Noch im Jahre 1950 wurde der Sportplatz fertig. Man startete mit 2 Mannschaften in den Spielbetrieb und es begann eine äußerst erfolgreiche Zeit für die Fußballer des SV Rantzau. Bereits 1951 wurde der erste Titel eingefahren. Die 1. Herrenmannschaft wurde Kreismeister der A-Klasse. Fußballer wie z.B. Carsten Lützen , Artur Vogeley oder Karl-Heinz Zimmer spielten in der damaligen Meistermannschaft. Ihre Namen sind den heutigen Aktiven noch bekannt, weil sie stets dem Verein verbunden blieben. Nach kurzer Zeit konnten sogar 2 Jugendmannschaften gemeldet werden. Der Verein entwickelte sich rasch und hatte sich erfolgreich mit seinen Mannschaften in den vielen Spielklassen etabliert. Doch auch die Entwicklung der Gemeinde Nordoe schritt zügig voran. Neues Bauland wurde gesucht und gefunden.  Der Sportplatz des SV Rantzau Nordoe sollte in Bauland umgewandelt werden. Leider konnte man dem Verein damals kein Ersatzgelände stellen. Der damalige Vereinsvorstand wurde bei der Stadt Itzehoe vorstellig. Denn viele Mitglieder waren „Kremperweger“ und somit Bürger Itzehoe’s. Mit der Auflage, den Verein in SV Rantzau Itzehoe umzutaufen, wurde den Fußballern ein Gelände im Wellenkamp zur Verfügung gestellt. Anläßlich des 3.Gründungstages des SV Rantzau-Nordoe berichtete der Vorsitzende Waldemar Vogeley vom baldigen Beginn der Bauarbeiten an der Christian-Lohse-Straße. In der Norddeutschen Rundschau war zu damaliger Zeit ein Artikel mit folgendem Wortlaut erschienen.

„Nach Verhandlungen mit der Stadt, die Ihre Unterstützung zugesagt habe, könne der Verein endlich an seine große Aufgabe herangehen. In dreijähriger Bauzeit soll „einer der schönsten und modernsten Sportplätze Schleswig-Holsteins“ entstehen. Nach der Erstellung des Sportplatzes mit Aschenbahn und Umkleidekabinen soll im dritten Jahr eine Zuschauertribüne für 5000 Besucher errichtet werden.“

Der damalige Vorsitzende Waldemar Vogeley prognostizierte bereits 1953 im besagten Artikel, daß der Stadtteil in wenigen Jahren 12000 Einwohner zählen werde. Leider konnten damals nicht alle Vorstellungen umgesetzt werden. Dennoch, die Leistung und die Weitsicht unserer Vorgänger ist enorm gewesen und verdient heute noch Respekt. Wieder begann eine schwere Zeit, die von den Mitgliedern viel Eigeninitiative verlangte.

Mit dem erneuten Sportplatzbau war die Stunde von Waldemar Vogeley war gekommen. Als Tiefbau- Fachmann hatte er Beziehungen zu vielen Itzehoer Firmen. Er organisierte von der Tiefbaufirma Hahn 1Km Schienen und die erforderlichen Loren. Ein Schienenstrand zur Kiesgrube Kapplusch wurde verlegt. Die Kiesgrube ist heute verfüllt. Sie befand sich direkt gegenüber der Hauptschule Lübscherkamp. Dort wo sich heute der Schulhof der Grundschule befindet.

Von dort wurden ca. 4000 cbm Boden in den Loren zur Christian-Lohse-Str. befördert. Mit dem unermütlichem Einsatz aller Vereinsmitglieder wurde die neue Platzanlage am  31.Aug.1956 fertiggestellt und eingeweiht. Der erste Anstoß wurde durch den damaligen Bürgermeister der Stadt Itzehoe Herrn Joachim Schulz ausgeführt. Als Spielgegner war der Namensvetter SV Rantzau aus Grebin erschienen.

Den Traum vom eigenen Sportlerheim, sowie Umkleideräumen mit einer Waschmöglichkeit erfüllten sich die Sportler dann im Jahre 1957. Ein Gebäudeteil der Pestalozzi-Schule in der Ritterstraße wurde dem Verein überlassen. Mit Malerkarren und Fuhrwerken wurden die abgebauten und nummerierten Teile dann zum Sportplatzgelände gefahren und wieder zusammengesetzt. Der Wiederaufbau der Baracke war dann 1957 fertig.  Die Sportler des SV Rantzau hatten sich eine Anlage geschaffen um die sie von vielen beneidet wurden.

Im neuen Vereinsheim lies sich auch hervorragend Tischtennis spielen. Bald entstand daraus eine neue Sparte. Siegfried Struve war erster Übungsleiter . Ihm war es zu verdanken, dass die Sparte stetig wuchs und über viele Jahre ein fester Bestandteil im Vereinsleben wurde.

Am Tage des Baumes, am 26.März 1957 wurden dann von der Jugend Itzehoes 400 Pappeln, die allesamt von der Firma Temming Glückstadt zur Verfügung gestellt wurden, auf dem Sportplatzgelände gepflanzt. Diese Bäume waren dann mit den Jahren zu einem Wahrzeichen geworden. Allerdings hat das anfallende Laub, so besagt ein übermitteltes Gerücht, so manchen Platzwart zur Weißglut gebracht. Der Sportplatzerweiterung im Jahre 1975 mußten dann die meisten Bäume weichen.

Die siebziger Jahre

Das 10 jährige Vereinsjubiläum wurde im Rahmen der 1150 Jahrfeier der Stadt Itzehoe begangen. Von der Germania Brauerei Münster wurde zu diesem Anlaß die Vereinsfahne gestiftet. Tischtennisplatten wurden zweckentfremdet. Auf der Rückseite wurde das Vereinsemblem gemalt. So präsentierte sich der SV Rantzau Itzehoe auf dem Festumzug anläßlich der Jubiläumsfeier der Stadt Itzehoe.

Die stetig wachsende Zahl derer die im SV Rantzau Itzehoe Fußball spielen wollten, erforderte den Bau eines zweiten Spielfeldes. Wo heute die Straße Grön Stell verläuft, wurden Wiesen und Gräben in einen Trainingsplatz umgewandelt. Dieser Platz bekam sogar eine Flutlichtanlage. Nun konnte auch in den Abendstunden trainiert werden.  Diese neuen hervorragenden Voraussetzungen waren sicher die Grundlage für den Aufstieg 1970 in die Bezirksliga .Von ca. 1963 bis 1975 wurde der Platz genutzt.

Unter dem Vorsitz von Bäckermeister Horst Stange wurde dann im Jahre 1974 der nächste zukunftsweisende Schritt unternommen. Die vorhandenen sanitären Anlagen entsprachen nicht mehr den damaligen Anforderungen und die Sportplätze waren in einem renovierungsbedürftigen Zustand. Doch mit welchen Mitteln sollten diese Mängel behoben werden. Eine umfassende Erneuerung mit der Verlagerung der Spielflächen, schaffte eine neue große Fläche die als Baugebiet ausgeschrieben wurde. Dieser Verlagerung viel die 400 Meter Aschenbahn, die um den Hauptplatz verlief, zum Opfer. Dieser Verlust schmerzte die Fußballer sicherlich nicht. Denn welcher Fußballer läuft schon gern im Kreis.Durch die Schaffung dieses neuen Baulandes konnte die Finanzierung für der Umgestaltung der Sportplätze gesichert werden. Der neu errichtete Kabinentrackt, der unter der Leitung des Bauunternehmers Rudolf Sauthof entstand, rundete das gelungene Bild der neuen Sportplatzanlage ab. Der komplette Spielbetrieb der Fußballabteilung wurde für die Bauzeit auf den Sportplatz „Malzmüller Wiesen“ verlegt. Rechtzeitig zum 25 jährigen Vereinsjubiläum des SV Rantzau Itzehoe konnte also die schöne, neue Platzanlage fertiggestellt und eingeweiht werden.

Zum Anlaß der Sportplatzeinweihung an der Christian-Lohse-Str. im Jahre 1975 konnte man die Amateuroberliga Mannschaft des Heider SV gewinnen. Dieses Spiel wurde leider mit 4:3 verloren. Im Rahmen dieses Spieles wurde der langjährige Kapitän der 1. Herren Klaus Herzig für seine Verdienste geehrt. Er bekam durch Reiner Zimmer ein Präsent der Mannschaft überreicht.

Krönender Abschluß des Jubiläums war die Veranstaltung „Spiel Ohne Grenzen“. Vor 600 Zuschauern lieferten sich die Mannschaften vom Minensuchboot „MS Fische“, der DLRG, der Stadtverwaltung Itzehoe, der Wellenkamper Schützengilde, des SV Rantzau    und des San.-Bataillons 6 zur Freude der vielen Zuschauer erbitterte Kämpfe. Beim abendlichen Festball , der in den Räumen der Schützengilde Wellenkamp  stattfand, waren alle Strapazen vergessen. Mit Gästen aus Politik und Wirtschaft feierten die Rantzauer das 25 jähriges Jubiläum.

1976 wurde auf dem Trainingsplatz dann die Flutlichtanlage installiert. Der Verein konnte, wie auch bei der Umstruktuierung ein Jahr zuvor, wiederum auf die Unterstützung der Stadt Itzehoe zählen. In der Person des Herrn Otto Eisenmann hatte der SV Rantzau einen großen Fürsprecher in den städtischen Gremien. Wie auch bereits bei der Erneuerung der Platzanlage machte er sich für den Bau einer Flutlichtanlage stark. “ Der Verein hat Herrn Otto Eisenmann viel zu verdanken“, beurteilt Horst Stange aus heutiger Sicht die damalige Unterstützung. Aus heutiger Sicht muß angemerkt werden, dass unser Sportverein unter der Leitung von Horst Stange einen großen Schritt in seiner Entwicklung genommen hat.

Die achtziger Jahre

Ein sportliches High-Light muß an dieser Stelle erwähnt werden. Anläßlich des 30 jährigen Vereinsjubiläums hatte man die Mannschaft des ISV 09 zu Gast. Unsere damalige „Erste“ gewann das Spiel mit 2:0 Toren. Der erste und bislang einzige Sieg gegen eine 1. Herrenmannschaft des Itzehoer SV 09.  Dem folgte dann Anfang der 80er Jahre die sportlich erfolgreichste Zeit des SV Rantzau-Itzehoe. Die Meisterschaft in der Bezirksliga, sowie eine zweijährige Zugehörigkeit zur Landesliga Süd.

Unter dem Vorsitz von Volker Susemihl wurden die nächsten zukunftsweisenden Schritte unternommen.  Im Jahre 1985 folgte die Umbenennung in SV Wellenkamp Itzehoe. Durch das Neubaugebiet in Wellenkamp-West wuchs die Bevölkerungszahl enorm. Viele Familien mit kleinen Kinder zogen zum Wellenkamp. Eine große Chance für den Sportverein. Nun begann eine stetige Aufwärtsentwicklung besonders im Jugendbereich. Der Verein hatte durch die Namensänderung seinen Bezug zum Stadtteil für alle noch deutlicher gemacht und in kürzester Zeit davon profitiert. Also war es ein richtiger Schritt.

Im Jahre 1988 wurde mit dem Anbau des Clubheimes an den vorhandenen Kabinentrackt begonnen. Eigenleistung war wieder gefragt. Auch diesmal waren wieder unzählige Helfer zur Stelle. Die Sportfreunde Alfons Duitsmann und Andreas Schwien sollen hier besonders erwähnt werden. Die Vereinsmitglieder Bernd Naumann (Heizungsbau und Sanität) sowie Harald Dorow (Bauunternehmung) unterstützten mit Ihren Firmen die Arbeiten und haben damit einen erheblichen Beitrag geleistet. Das Engagement der Mitglieder war wieder einmal vorbildlich und erinnerte an alte Zeiten. Am 10.Februar 1989 wurde dann die Einweihung gefeiert.

Leider wurde durch den Bau des vereinseigenen Clubheimes das bis dahin gute Verhältnis zu den Wirtsleuten Kalli u. Lotti Zimmer gestört. Viele Sportler haben bei Albert u. Mutti Zimmer und später bei Kalli u. Lotti schöne Stunden verlebt. Über 30 Jahre war das Sportheim Zimmer Heimat für unzählige Sportler. Niemand kann die Hauptversammlungen, die Vereinsfeste und die unzähligen Siegesfeiern zählen die dort stattfanden. Für viele Sportler sind schöne und freudige Erinnerungen damit verbunden. Dadurch ist das Sportheim Zimmer auch ein Stück Vereinsgeschichte geworden. Gottlob ist das Verhältnis heute wieder entspannter.

Erwähnt werden muß hier auch die  Beziehung zu unseren Sportfreunden aus Malchin. Mit der Öffnung der Grenzen zur ehemaligen DDR wurden auch wieder gesellschaftliche Kontakte zwischen den Menschen möglich. Itzehoe und Malchin schlossen eine Patenschaft. Dem Aufruf der Stadt zum Aufbau einer sportlichen und freundschaftlichen Beziehung zu einem Sportverein war der SV Wellenkamp gefolgt. Volker Susumihl knüpfte erste Kontakte. Es folgten zahlreiche Begegnungen mit sportlichen Wettkämpfen.

Die neunziger Jahre bis heute

Die vorläufig letzte Erweiterung war der Anbau eines Jugendraumes im Jahre 1994. Auch diese Arbeiten wurden ausnahmslos von den Mitgliedern erbracht. In vielen Arbeitsstunden wurde ein gemütlicher Raum geschaffen. Nun konnten kleinere Feste, Mannschaftsbesprechungen und Vorstandssitzungen in den eigenen Räumlichkeiten durchgeführt werden.

Im Rückblick wird deutlich, dass ein Verein nur durch das Engagement der Mitglieder überleben kann. Von solchen Sportlern gab es beim SV Rantzau und auch beim SV Wellenkamp immer genügend.  Möge es auch in Zukunft immer ausreichend Mitglieder geben, die Ihre Freizeit in den Dienst der Allgemeinheit stellen und damit unseren Verein weiter nach vorn bringen.

Abschließend soll angemerkt werden, wenn vielleicht die eine oder andere Begebenheit hier nicht erwähnt wurde, ist es mit Sicherheit keine Absicht gewesen, sondern Unkenntnis der Verfasser. Vielleicht sind auch Darstellungen nicht ganz korrekt recherchiert. Diesen eventuellen Mangel möchte wir gern mit Ihrer Hilfe beheben. Aus diesem Grund wären wir dankbar, wenn wir Hinweise von Ihnen, lieber Leser bekämen, um die Chronik unseres Vereins, des SV Wellenkamp-Itzehoe weiter vervollständigen zu können.

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